14. Juli 2013

Geschriebenes - krank

Das Gefühl, dem Privileg zu existieren nicht gerecht zu werden tritt mit voller Kraft von innen gegen meine Schädeldecke. Traurig, unzufrieden und ohne Motivation, quäle ich mich aus dem Bett, obwohl ich viel lieber für immer dort liegen bleiben würde. Mein allgemeiner Hass auf vieles und vor allem auf VIELE, färbt inzwischen auf mein eigenes Selbstbild ab. Ich fühle mich krank. Angesteckt von all den Menschen, mit ihren Masken und Lügen, den falschen Freunden und falschen Freundlichkeiten. Die Masse zieht mich mit sich, da hin, wo ich niemals sein wollte. Und ich bin, wie ich niemals sein wollte. Veränderung wäre schön, doch Veränderung ist anstrengend und die Kraft ist zu oft einfach nicht da. Oder die Probleme werden hübsch geredet, ist ja vermutlich eh nur eine Phase. Was, wenn nicht. Wenn wir uns immer mehr verstricken in unserem Plastik Alltag, in dem niemand mehr an andere denkt. Das Wort ‚Freunde‘ wird aus dem Duden entfernt und wir finden uns alle selbst so geil, dass Beziehungen überflüssig geworden sind. Die Liebe stirbt aus. Die Fähigkeit andere und sich selbst zu lieben, existiert dann nicht mehr. Die Menschheit hat es geschafft, sich selbst zu Grunde zu richten. Und alles beginnt mit Leuten, die uns krank machen...

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