24. Juni 2013

Geschriebenes - mit dem Morgen

Die Leere des Blattes mit Worten zu füllen, fühlt sich fremd an.
Zu lange schon habe ich mich nicht mehr mit ihnen befasst. Mit den Worten, den Verursachern des Wirrwarrs in meinem Hirn. Habe den Drang nach Geschriebenem unterdrückt und dadurch das Chaos noch perfektioniert. Perfektion. Was ist Perfektion.
Die Perfektion eines Lebens,
wie ein Baum im Grünen, dem es an nichts fehlt.
Gestützt von Liebenden und Geliebten.
Die Freiheit, sich auch mal keine Sorgen machen zu müssen.
Schätzen und geschätzt werden, vergeben und vergessen können.
Die Perfektion eines Einzelnen. Im Schein des trügerisch perfekten Lebens.
Die Angst zu versagen, unterzugehen.
Enttäuschung über sich selbst. Pläne werden geschmiedet, verworfen, verflucht.
Das Herz vernebelt Sinne und Gedanken, der ewige Kampf zwischen Vernunft und Sucht.
Die Perfektion es stets doch irgendwie zu bewältigen, dieses furchteinflößende Leben.
Stehen zu bleiben, auch wenn mir nach Fallen zumute ist.

Eine Träne rollt meine Wange herunter und tropft in meinen zuckerigen Tee. Mit den Worten kommt der Morgen und Perfektion liegt in der Luft.

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